Pagliacci klosterneuburg

Zurab Zurabishvili als weit sympathischerer Charakter angelegt, erfreute zunächst mit lockerem, belkanteskem Gesang und präsentierte seine Warnung vor Wahrwerdung des Spiels mit einigem Humor. Wie der versierte Sängerdarsteller (der im gesamten italienischen, französischen, slawischen und deutschen Tenorbereich zuhause ist) sich dann allmählich in die unausweichliche Tragödie hineingleiten ließ und dies ausschließlich mit gut fokussierter Stimme und glänzenden Höhen manifestierte, war meisterhaft. Trotz großer darstellerischer Intensität glitt er auch am Schluss nicht in vordergründige Brutalität ab, sondern drückte nach der fast tonlos artikulierten Feststellung „La commedia e finita“ die ermordete Nedda verzweifelt an sich, während die Bühnenlichter erloschen.